THüRINGER HOLZLANDPAPPEN E.V.
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OTZ vom 09.04.2009: Trabi-Treffen vor Auszug PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Donnerstag, den 09. April 2009 um 21:00 Uhr
Für Rathausplatznutzung wäre Ausnahmegenemigung nötig - Antwort steht noch aus
Von OTZ-Redakteur Axel Ukena Hermsdorf.

Das traditionelle Trabitreffen der Thüringer Holzlandpappen e.V. wird wohl in diesem Jahr nicht in Hermsdorf stattfinden. Die Chancen, dass der Verein die elfte Auflage des deutschland- und europaweiten Treffens der Freunde des Zweitakters aus Zwickau wieder auf dem Hermsdorfer Rathausplatz aufleben lassen kann, stehen jedenfalls sehr gering - aus Satzungsgründen. Dies ergab sich aus einer Anfrage des Vereinsvorsitzenden Marco Enke in der Fragestunde der jüngsten Hermsdorfer Stadtratssitzung.

Demnach ist der Verein seit längerem mit der Stadt im Gespräch und bemüht sich seither um eine Ausnahmeregelung. "Wir haben dazu am 26. Januar bei der Stadt einen Antrag auf eine Ausnahmeregelung gestellt und bis heute keine Antwort erhalten", erklärte Marco Enke dazu.

"Wir haben uns darüber im Haupt- und Finanzausschuss verständigt", verwies Bürgermeister Gerd Pillau. "Aber das Zelten ist in der Innenstadt nicht erlaubt. Das sieht die Ordnungssatzung vor." Pillau verwies auf Investitionen, welche die Stadt seit mehreren Jahren für die Gestaltung des Areals aufwendet. Aktuell werden Bauarbeiten fortgeführt.

Stadtrat Stefan Enke (Linke) bewertet dieses Argument als sehr "fadenscheinig". "Es kann auch eine Sondergenehmigung erteilt werden. Dies sieht die Satzung vor. Außerdem werden hier Spielelemente errichtet, verläuft der Weg in den Rasen fließend, sind Stellplätze für Karussells vorgesehen. Ich finde die Begründung daher an den Haaren herbei gezogen. Damit verscheucht man Menschen, die seit Jahren etwas in Hermsdorf getan haben."

So entspann sich ein teilweise polemischer Disput, der ohne Ergebnis blieb, in welchen sich auch Friedhold Wöckel, Vorsitzender des Ausschusses für Kultur, Sport, Jugend und Tourismus, einschaltete.

"Wir wollen überhaupt niemanden aus Hermsdorf verjagen. Die Alternative ist der Shell-Autohof. Das wird auch angenommen", verwies er auf ähnliche Treffen auf dem Platz am Autohof Hermsdorf-Ost. "Dort gibt es auch die Möglichkeit zu zelten."

Der Umzug dorthin, so Stefan Enke, käme aber teurer, der Verein müsste die Eintrittspreise erhöhen.

Die Trabileute tragen sich nun mit Umzugsgedanken. Einen Ausweichplatz haben Marco Enke und Jens Pacyna im Blick. Der werde wohl in Eisenberger Richtung liegen, deuteten sie gegenüber OTZ an. Noch wolle man aber die schriftliche Antwort der Stadt abwarten.

"Der Platz bei Shell ist für uns nicht finanzierbar. Zudem werden in der Zeit die Toilettenanlagen umgerüstet", beziehen sich beide auf das Angebot. Zehn Jahre lang galt das Trabitreffen als ein Höhepunkt im Hermsdorfer Veranstaltungskalender. "Wir haben den Platz immer ordentlich verlassen, es gab keine Probleme", wissen beide Gesprächspartner, dass auch andere Vereine Auflagen erhalten. Und der Zweck des Treffens sei nun mal die Geselligkeit.

Hier werden Menschen verscheucht, die jahrelang etwas in Hermsdorf getan haben.

Stefan Enke Stadtrat, Fraktion Die Linke

Quelle: www.otz.de (Lokalausgabe Stadtroda) vom 09.04.2009
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 17. Mai 2009 um 16:07 Uhr